Susanne Storz-Frischenschlager, Sopran

wurde in Graz geboren und studierte dort Gesang und Schulmusik. Ab 1993 Studium der Gesangspädagogik am Mozarteum in Salzburg mit Abschluß 1997. Langjährige Konzerttätigkeit in Deutschland und Österreich auf den Gebieten Kirchenmusik, Lie und Operette. Lebt seit 1992 als Gesangspädagogin in Landsberg.

Zu meinem Werdegang, zum Singen

Eigentlich habe ich schon immer gesungen. Als Kind im Krippenspiel, als Vorsängerin einer Gruppe finsterer Gesellen, die den Winter darstellen sollten, als Mitglied des Grazer Opern-Extrachores in Turandot und daneben Klavierspielen - Klaviermusik hören.

Ich bin sozusagen mit Brendel und Gulda aufgewachsen, habe sie oft live erlebt.

Brendel konzentriert spielend eine fleißig übende, technisch versierte Musik überdenkendes, Gulda exzessiv immer überraschend manchmal überspannt und mit himmlischem Anschlag, geradezu übermenschlich.....

Und das Stimmen hören wurde immer mehr zum Bedürfnis, wobei der lebendige Eindruck im Opernhaus beim Liedgesang oder in der Aufführung sakraler Musik das Wichtigste ist. Da spürt man die Präsenz der Künstler:

Christa Ludwig-Mahler, Kindertotenlieder;Teresa Berganza, nur Stimme und Gitarre, ein puristisches Erlebnis; die Übermutter Caballe in einer launigen Reise nach Reims; Edith Mathis als Stimmverkörperung des Reinen und Klaren; die Grubova in den Puritani im rasanten Auf und Ab ihrer Läufe, Koloraturen, Triller und wieder des leisesten piano, das man nur glauben kann, wenn man es tatsächlich erlebt hat.

Die Liedliteratur hingegen kann ich gut von CD zu Hause hören. Eine Elly Amding, Barbara, Bonney, Angelika Kirchschlager u.a. suggerieren mir durch ihren stabilen Stimmsitz und die leichte Art die Töne zu verströmen, einfach die richtige Art des Singens - scheinbar mühelos. Ein Vergnügen für den Hörer.

Hörbeispiele: Gulda Various, Brendel, Trompetenkonzerte M. Andrè, Klavierkonzert Argenich, Elly Ameling the early records, B. Bonney Mendelsohn Lieder, Kathleen Battle in Concert (Levine), Mitsuko Shirai Liszt Lieder (Höll), Yvonne Menton Les nuits d'ètè (Berlioz), Angelika Kirchschlager, Mahler Komgold

Was ist eine schöne Stimme?

Diese Frage kann nur jeder für sich beantworten, die Kriterien Vibrato-Timbre-tragend-stark-weich etc. müssen in einer dem persönlichen Ohr angenehmen Mischung vorhanden sein. Die Erscheinung des Sängers, die Präsenz vor allem hat wesentlich daran Anteil, ob einem die "Stimme" sympathisch klingt oder weniger. Die ganz Person muss einen positiv ansprechen und man muss spüren, dass das Musizieren ein Hauptanliegen ist.

Susanne Storz-Frischenschlager

aktuelle CD: "Es ist ein Ros' entsprungen"